Smarte und digitalisierte Fertiggaragen

Smart Home, Smartphone, Smarte Garage – selbstverständlich gehen auch die Fertiggaragen Hersteller mit der Zeit und entwickeln schlaue digitale Lösungen für mehr Komfort bei der Stahl- oder Betongarage. Wir geben einen Überblick über den Stand der Technik.

Bisher sind nur wenige Fertiggaragen vernetzt

Während es für das Haus schon hunderte sinnvolle und wahrscheinlich tausende weniger sinnvolle Möglichkeiten der Vernetzung gibt (Stichwort „Smart Home“), ziehen die Hersteller von Fertiggaragen nun nach. Allerdings gibt es auch noch einige Anbieter, die die Investitionskosten scheuen und bei denen weiter auf den klassischen Tordrücker gesetzt wird als auf eine Steuerung per App über das Smartphone.

Insgesamt lässt sich die Entwicklung der smarten Fertiggaragen aber nicht aufhalten und einige Hersteller zeigen heute schon, was machbar ist.

Beispiele für smarte Lösungen:

Torsteuerung per App

Das ist die klassische Anwendungsmöglichkeit und fasst schon nicht mehr der Rede wert: Per Klick auf dem Smartphone öffnet oder schließt sich Ihre Fertiggarage

Lösungen zum Strom sparen oder für Elektroautos

Die Möglichkeit, Solarmodule auf dem Dach der Betonfertiggarage zu installieren, gibt es schon lange. Mittlerweile kann man den dadurch gewonnen Strom aber intelligent auf unterschiedliche Stromverbraucher verteilen. Nicht nur die Einspeisung ins Hausnetz, sondern auch das Aufladen von Batterien ist möglich, um über Nacht dann das Elektroauto quasi kostenlos zu laden. Moderne Fertiggaragen lassen sich zudem einfach mit den Stromladeboxen der Hersteller ausrüsten.

Temperatur- und/oder Feuchtigkeitssensor

In der Garage wird ein Sensor installiert, der dauerhaft den „Innenzustand“ der Garage misst. Überschreiten die Werte für Feuchtigkeit oder Temperatur eine (z.B. von Ihnen definierte) Grenze, öffnet sich das Garagentor automatisch einen kleinen Spalt, um beispielsweise Luftzirkulation zu ermöglichen und die Feuchtigkeit aus der Garage zu transportieren. Alternativ kann ein Ventilator angesteuert werden, der z.B. mit dem auf dem Dach der Fertiggarage erzeugten Strom arbeitet.

Schnittstellen

Manche Apps haben auch Schnittstellen zu anderen digitalen Gegenständen im Haus. Die App der Firma Zapf kann z.B. mit den Lampen von Philips Hue kommunizieren. Eine sinnvolle Anwendung ist dann zum Beispiel, dass das Licht im Flur (oder im ganzen Erdgeschoss oder ganzen Haus) angeht, sobald das Garagentor komplett geöffnet ist. Dann müssen Sie bei Dunkelheit mit dem Aktenkoffer oder Einkaufskorb in der Hand nicht mehr nach dem Lichtschalter tasten. Zudem fühlt man sich natürlich viel wohler, wenn man in ein erleuchtetes Haus kommt.

Man muss selber wissen, ob sich die Investition lohnt

Vielleicht sagen Sie jetzt „So ein Quatsch! Ob ich meine Fertiggarage per App oder per Fernbedienung öffne, wenn ich mit dem Auto nach Hause komme, ist mir doch egal und der gleiche Aufwand.“ Wenn Sie bereits vor der Garage stehen und dann umständlich das Smartphone aus der Tasche kramen müssen, ist wahrscheinlich sogar die Fernbedienung die schnellere Variante. Allerdings gibt es mittlerweile viele Autofahrer, die das Smartphone per Halterung z.B. an den Lüftungsschlitzen befestigt haben. Und Fernbedienungen funktionieren erst, wenn der Infrarotstrahl eine direkte Verbindung zum Haus hat – mit dem Smartphone kann man das Tor auch schon öffnen, wenn Sie noch zwei Ecken entfernt sind.

Zudem müssen Sie das Tor ja nicht nur dann öffnen, wenn Sie mit dem Auto angefahren kommen. Normalerweise liegt der Drücker ja immer im Auto. Wollen Sie z.B. samstags zwischendurch beim Saubermachen die Garage öffnen, müssten Sie erst den Autoschlüssel holen, das Auto aufschließen, den Drücker rausholen, etc… Das Smartphone haben Sie wahrscheinlich direkt schon in der Tasche.

Natürlich kann man auch ohne smarte Fertiggarage leben, vor allem, weil die digitalen Helfer noch ein paar Euro Aufschlag kosten. Aber wer Spaß an einem vernetzten Zuhause und etwas mehr Komfort hat, der hat mittlerweile einige Varianten zur Auswahl.

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